Welches Mittel kommt in welches Fach bei Ihrer Waschmaschine?

Warum gibt es eigentlich verschiedene Fächer in der Einspülkammer von Waschmaschinen? Generell verfügen die meisten Waschmaschinen über drei verschiedene Fächer:

  • Ein Fach für die Vorwäsche (häufig markiert mit der römischen I)

  • Ein Fach für die Hauptwäsche, das mit Voll-, Color- oder Feinwaschmittel befüllt wird (oft gekennzeichnet mit der römischen II)

  • Ein Fach für die Nachbehandlung, also für Weichspüler oder Hygienereiniger (meist angeschrieben mit einer römische III, alternativ ein Blumensymbol)

Im folgenden Blog erklärt Ihnen Schulthess, warum Ihre Waschmaschine über unterschiedliche Fächer verfügt und wie Sie diese entsprechend ihrer Funktion befüllen.
Des Weiteren gehen wir auch auf die Besonderheiten der einzelnen Fächer und der unterschiedlichen Produkte ein, die Sie zum Reinigen und Pflegen Ihrer Wäsche verwenden können. Ausserdem gibt es nützliche Tipps für die Reinigung Ihrer Waschmaschine, damit sie Ihnen möglichst lange erhalten bleibt.

Das erste Fach: Vorwäsche bei hartnäckigen Verschmutzungen

Zum Einweichen von Kleidern mit hartnäckigen Verschmutzungen können Sie das Vorwäschefach Ihrer Waschmaschine nutzen. So wird Ihre Wäsche vor der Hauptwäsche ein erstes Mal gereinigt. Falls Sie besonders grosse Textilien wie Decken, Gardinen oder Bettwäsche reinigen möchten, ist diese Funktion sehr nützlich. Sie stellt sicher, dass schwere Textilien zunächst vollständig nass werden, bevor der Hauptwaschgang startet.

Bei Waschtemperaturen von 90 Grad und höher ist eine Vorwäsche ebenfalls sinnvoll. Dabei ist es sehr wichtig, darauf zu achten, nur Stoffe bei dieser hohen Temperatur zu waschen, welche diese auch aushalten. Lesen Sie zuerst die Anweisungen des Herstellers aufmerksam durch. In der Regel können Sie Baumwolle oder Leinen, welche häufig als Materialien für Tisch- oder Bettwäsche verwendet werden, problemlos mit 90 Grad waschen. Auch Unterwäsche aus Baumwolle fällt in diese Kategorie. Temperaturen von über 95 Grad sind nur in Ausnahmefällen notwendig. Generell sollten Sie davon absehen, da die Wäsche hierbei beschädigt werden könnte. Im Normalfall wird Ihre Wäsche auch ohne derart hohe Temperaturen sauber.

Um die Vorwäsche-Funktion Ihrer Waschmaschine zu nutzen, füllen Sie ein Vollwaschmittel Ihrer Wahl in das Vorspülfach der Einspülkammer. Falls Sie Wolle oder Sportkleidung waschen möchten, können Sie ein entsprechendes Waschmittel brauchen. Füllen Sie Anschliessend dasselbe Mittel in das Fach für den Hauptwaschgang. Einen wichtigen Unterschied gilt es beim Dosieren des Waschmittels zu beachten: Sie benötigen für die Vorwäsche ungefähr einen Viertel der empfohlenen Dosierung für die Hauptwäsche. Eine Vorwäsche ersetzt einen normalen Waschgang im Übrigen nicht.

Sie wollen sicherstellen, dass auch hartnäckige Flecken beim Waschen ausgehen? Dies ist dank der innovativen Technologie von Schulthess möglich. In vielen Fällen sogar ohne eine Vorwäsche. Wir führen in unserem Sortiment verschiedenste Waschmaschinen, die über einen sogenannten 3D-Waschgang verfügen. Bei handelsüblichen Waschmaschinen bewegt sich die Trommel von oben nach unten und von links nach rechts. Das Das 3D-Programm sorgt zusätzlich für eine Bewegung von vorne nach hinten. Durch dieses Extra wird Ihre Wäsche in der Trommel stärker bewegt und dadurch besser gereinigt. Auf Schulthess.ch finden Sie eine Übersicht aller Modelle.

Wäschekorb mit dreckiger Wäsche

Das zweite Fach: der Hauptwaschgang

Das zweite Fach ist meistens mit einer römischen II markiert. Hier füllen Sie Ihr Voll-, Color- oder Feinwaschmittel für den Hauptwaschgang ein. Häufig handelt es sich um das mittlere und grösste Fach in der Einspülkammer. Besonders einfach ist das Einfüllen von Waschmittel bei einem Waschturm. Hier wird Ihre Maschine oder Ihr Wäschetrockner erhöht in einen Schrank eingebaut. Es gibt auch platzsparende Varianten, bei denen der Wäschetrockner über der Waschmaschine steht.

Beim Einfüllen des Waschmittels sollten Sie unbedingt die vom Hersteller angegebene Dosierung berücksichtigen. Diese ist auch abhängig vom Kalkgehalt und der Härte Ihres Wassers. Weitere Informationen finden Sie auf der Verpackung des Waschmittels. Viele Produkte reinigen Ihre Wäsche durch anionische Tenside. Diese haben eine starke Reinigungskraft, müssen beim Waschvorgang aber auch vollständig im Wasser aufgelöst werden. Sollten Sie eine zu grosse Menge an Waschmittel verwenden, ist dies nicht der Fall und es bleiben Waschmittelreste an Ihren Kleidern hängen.

Auch im Fach für den Hauptwaschgang können Waschmittelreste Probleme bereiten. Bakterien und Pilze finden hier einen optimalen Nährboden. Befolgen Sie daher stets die Empfehlungen zur Reinigung der Einspülkammer und Dosierung des Waschmittels.

Vermeiden lassen sich Verstopfungen im Hauptfach, indem Sie das Waschmittel direkt in die Trommel füllen. Im Handel finden Sie hierfür spezielle Waschmittelkugeln oder Ökosäckchen.

Mittel für den Hauptwaschgang

Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, lohnt es sich, spezielle Waschmittel für den Hauptwaschgang zu verwenden. Sie sind auf die Materialeigenschaften und Bedürfnisse Ihrer Kleider abgestimmt. Dabei stehen Ihnen folgende Produkte zur Auswahl:

  • flüssiges Waschmittel
  • Waschpulver
  • Vollwaschmittel
  • Feinwaschmittel
  • Color-Waschmittel
  • Waschmittel speziell für schwarze Wäsche

Diese Produkte werden direkt in das Hauptfach Ihrer Waschmaschine gefüllt.
Doch was ist der Unterschied zwischen flüssigem Waschmittel und Waschmittel in Pulverform? Grundsätzlich ist Waschpulver die bessere Wahl. Flüssigwaschmittel könne aufgrund ihrer zähflüssigen Konsistenz die Einspülkammer verstopfen. Ausserdem verfügt Waschpulver über eine stärkere Waschkraft.

Bei der Verwendung eines speziellen Wasserenthärters für Waschmaschinen füllen Sie diesen ebenfalls in das Hauptfach. Informationen über den Härtegrad Ihres Wassers finden Sie online oder können bei Ihrem zuständigen Wasserwerk erfragt werden. So können Sie entscheiden, ob die Verwendung eines Wasserenthärters in Ihrem Fall notwendig ist. 

Das dritte Fach: Nachbehandlung und Reinigung

Das letzte Fach in der Einspülkammer hat keinen Ablauf. Das bedeutet: Das hier eingefüllte Mittel wird direkt aus der Kammer gespült. Darum wird dieses Fach für Produkte verwendet, die möglichst lange an der Wäsche haften bleiben sollen. Besonders häufig verwendet werden Weichspüler, die den Kleidern einen lang anhaltenden und angenehmen Duft verleihen. Dank kationischen Tensiden sorgt der Weichspüler zusätzlich für leichteres Bügeln und lässt die Fasern der Kleidung weicher werden.

Die sogenannte Trockenstarre, die zum Beispiel für harte Handtücher sorgt, wird vermieden. Durch den Weichspüler wird eine elektrostatische Aufladung der Fasern verhindert, die Handtücher werden kuschelweich. Auch der Tragekomfort der Kleidung steigt durch einen Weichspüler. Sie sollten diesen aber nicht direkt in die Trommel füllen. Dies führt zu einem seifigen Belag auf den Textilien, der beim Tragen als unangenehm empfunden wird.

Wer auf synthetische Parfums und Duftstoffe verzichten möchte, hat eine Alternative: ätherische Öle. Sie werden ebenfalls in das dritte Fach der Einspülkammer gegeben. Eine kleine Menge reicht bereits aus. Ein Klassiker ist Lavendelöl, das bekannt ist für seine beruhigende, schlaffördernde Wirkung. Eine perfekte Nachbehandlung für Ihre Bettwäsche! Auch Teebaumöl findet aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung oft Verwendung bei der Nachbehandlung von Wäsche. Vor einer ersten Anwendung von ätherischen Ölen sollten Sie eine Allergie ausschliessen.

Ein weiterer Trick, der für weiche und fliessend fallende Wäsche sorgt: Schütteln Sie jedes Kleidungsstück einmal kräftig durch, wenn sie es aus der Maschine nehmen. Erst dann hängen Sie es zum Trocknen auf. Durch das Schütteln werden die Fasern der Textilien gelockert, sie werden geschmeidiger.

Was tun gegen Kalk?

Ein häufiger Grund für harte Fasern ist ein hoher Kalkgehalt im Waschwasser. Bei sehr hartem Wasser (sprich einem hohen Kalkgehalt) reicht ein Weichspüler alleine nicht aus, damit die Kleider weich werden. Die einfachste Lösung ist es, zwei Dosierkappen Essig in das dritte Fach Ihrer Waschmaschine zu füllen. Essig sorgt nicht nur für weichere Fasern, sondern hat auch eine antibakterielle Wirkung. Alternativ können Sie Zitronensäure verwenden. Beachten Sie die Anweisungen in der Gebrauchsanleitung Ihrer Maschine zu diesem Thema.

Helfen diese bewährten Hausmittel nicht weiter, finden Sie im Handel spezielle Entkalker. Diese Lösung ist teurer und lohnt sich nur, wenn Ihre Wäsche derart steif ist, dass sie unangenehm zu tragen ist. Es lohnt sich ohnehin, das Problem anzugehen: Eine Verkalkung erhöht den Energiebedarf von Waschmaschinen. Berechnungen zufolge kann der Stromverbrauch durch zu viel Kalk um bis zu 30 Prozent steigen. Informieren Sie sich also über den Härtegrad des Wassers in Ihrer Region. Das senkt die Waschkosten und verlängert die Lebenszeit Ihrer Waschmaschine.

Tipps zur Verwendung von Weichspüler:

  • Empfindliche Personen können auf bestimmte Zusatzstoffe in Weichspülern allergisch reagieren. Sollten Hautreaktionen auftreten, wechseln Sie das Produkt. Es gibt verschiedene Marken, die auf irritierende Inhaltsstoffe verzichten. Tritt keine Besserung ein, sollten Sie keinen Weichspüler mehr verwenden.
  • Beim Waschen von Spezialkleidung (zum Beispiel aus atmungsaktiven Stoffen) oder Sportkleidung sollten Sie keinen Weichspüler verwenden. Es kann sein, dass Ihre Kleider dadurch Schaden nehmen. Zur Reinigung dieser Textilien eignen sich antibakterielle Waschzusätze besser (sogenannte Desinfektionsspüler). Ihre desinfizierenden Wirkstoffe töten die Keime in der Wäsche ab. So können geruchsbildende Bakterien effektiv beseitigt werden.
Waschmaschine reinigen

Tipps zur Reinigung Ihrer Waschmaschine

Dass Ihre Waschmaschine regelmässig gereinigt werden muss, versteht sich von selbst. So bleibt sie Ihnen auch lange erhalten. Die Einfüllfächer für Waschmittel sind anfällig für Seifenreste. Diese können, wenn Sie über längere Zeit unbemerkt bleiben, für einen unangenehmen Geruch in der Waschmaschine oder an der frisch gewaschenen Wäsche sorgen. Normalerweise lässt sich der Gestank mit einfachen Mitteln beseitigen. Es gibt verschiedene Gründe für einen schlechten Geruch:

  • Keime (Bakterien oder Pilze)
  • Schmutzpartikel
  • Textilreste (zum Beispiel Flusen)
  • Rückstände von Waschmitteln

Diese Rückstände verstopfen die Zuläufe der Fächer. Dadurch wird die Reinigung der Waschmaschine während des Waschvorgangs beeinträchtigt. Das Problem verschlimmert sich mit jedem Waschgang.

Es ist ratsam, die Waschmaschine in regelmässigen Abständen bei hohen Temperaturen ohne Ladung laufen zu lassen. Dies tötet einen Grossteil der Keime und Bakterien ab und beugt so Gerüchen vor. Einige dieser Mikroorganismen lassen sich von den hohen Temperaturen jedoch nicht beeindrucken und überleben selbst das Abkochen problemlos.

Es ist deshalb wichtig, dass Sie Ihre Waschmaschine möglichst trocken halten. Die Ladeklappe und das Waschmittelfach sollten stets offen bleiben, wenn Sie die Waschmaschine nicht nutzen. So können Hitze und Feuchtigkeit entweichen – die Keime können sich nicht vermehren.

Sollten diese Massnahmen nicht ausreichen, finden Sie im Handel spezielle Produkte, um Ihre Maschine zu reinigen. Diese werden entweder unmittelbar in die leere Trommel oder in eines der Waschmittelfächer gefüllt. Beachten Sie die Anwendungshinweise auf der Verpackung.

Falls Sie eine neue Waschmaschine kaufen möchten, informieren Sie sich auf Schulthess.ch über unser Sortiment. Bei uns finden Sie Modelle, die über ein eigenes Maschinenreinigungsprogramm verfügen. Das innovative Autoclean-Programm spart Ihnen die mühsame Reinigung und sorgt für eine einwandfreie hygienische Waschmaschine, die beste Waschergebnisse erzielt