Waschmaschinen richtig befüllen: Welches Produkt kommt in welches Fach? | Schulthess

Waschmaschinen richtig befüllen: Welches Produkt kommt in welches Fach?

17.01.2020 – Blog / Wäschetipp
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Wenn Sie sich eine neue Waschmaschine kaufen und zum ersten Mal das Waschmittelfach öffnen, taucht meist zuerst die Frage auf: Welches Waschmittel gehört nun in welches Fach? Vielleicht interessiert Sie auch, warum es eigentlich mehrere Fächer in der Einspülkammer gibt. Grundsätzlich verfügen die meisten Waschmaschinen über die folgenden drei Fächer:

  • ein Waschmittelfach für die Vorwäsche (häufig mit der römischen I markiert)
  • ein Hauptwäschefach für Vollwaschmittel u.ä. (oft mit der römischen II) sowie
  • ein Fach für die Nachbehandlung/Weichspülerfach (römische III oder ein Blumensymbol)

Wir klären Sinn und Zweck der unterschiedlichen Fächer und erklären, wie Sie diese am sinnvollsten befüllen. Darüber hinaus gehen wir auch näher auf die Funktionen der Fächer und der zugehörigen Produkte ein, die Sie zum Waschen verwenden können. Zum Schluss halten wir einige wertvolle Tipps für die Reinigung Ihres Gerätes bereit, sodass Sie möglichst lange Freude daran haben werden.

Die Vorwäsche-Kammer der Waschmaschine: Spezialbehandlung für hartnäckige Verschmutzungen

Das Vorwäschefach der Waschmaschine ist praktisch, wenn Sie hartnäckige Verschmutzungen vor der eigentlichen Hauptwäsche einweichen möchten. Auch für besonders große Stoffe wie Gardinen, Decken oder Bettwäsche eignet sich diese Funktion. So werden die schweren Textilien zunächst zuverlässig durchnässt, bevor sie gründlicher gewaschen werden. So erfolgt die Hauptreinigung gründlicher. 
Sinnvoll ist eine Vorwäsche auch bei Waschtemperaturen von 90 °C oder höher. Dabei sollten Sie darauf achten, nur Stoffe bei dieser Temperatur zu waschen, die temperaturbeständig sind. Allgemein sind dies Leinen und Baumwolle, wie sie häufig für Bett- oder Tischwäsche verwendet werden. Auch Unterwäsche fällt unter diese Kategorie. Auf Temperaturen von über 95 °C sollten Sie aber verzichten, da die Textilien hierbei Schäden annehmen können. Meist ist dies auch nicht nötig, um die Wäsche gründlich sauber zu bekommen.

Wenn Sie die Vorwäsche-Funktion Ihrer Maschine nutzen möchten, verwenden Sie dafür am besten ein einfaches Vollwaschmittel und geben dieses in das Fach für die Vorwäsche. Zusätzlich geben Sie das gleiche Mittel in das Fach für die Hauptwäsche. Was die Dosierung betrifft, benötigen Sie für die Vorwäsche nur ungefähr ein Viertel der empfohlenen Menge für einen Hauptwaschgang. Einen normalen, vollständigen Waschgang ersetzt die Vorwäsche übrigens nicht. 

Sie mögen es besonders sauber und wollen sichergehen, dass auch hartnäckige Verschmutzungen beim Wäschewaschen entfernt werden? Dies ist – in vielen Fällen sogar ganz ohne eine Vorwäsche – möglich. Schulthess bietet Ihnen eine Auswahl an Geräten an, die mit einem sogenannten 3D-Waschgang ausgestattet sind. Dieses Programm bewirkt, dass die Trommel sich nicht wie bei üblichen Maschinen von links nach rechts und von oben nach unten bewegt, sondern zudem von vorne nach hinten. Auf diese Weise wird die Wäsche noch gründlicher in der Wäschetrommel bewegt. Wenn Sie planen, demnächst eine Waschmaschine zu kaufen, ziehen Sie diese Modelle doch einmal in Betracht.

Das zweite Fach: Hauptwäsche mit vielseitigen Optionen

In das zweite Fach, meist mit der römischen II gekennzeichnet, füllen Sie das Waschmittel für die Hauptwäsche. Oft handelt es sich dabei um das mittlere, größte Fach in der Befüllschublade. Noch einfacher und darüber hinaus auch rückenschonend gelingt das Einfüllen der Waschmittel übrigens mit einem Waschturm. 
Die meisten Produkte für die Hauptwäsche – etwa Vollwaschmittel – arbeiten mit anionischen Tensiden, die eine starke Reinigungskraft haben. Dabei können jedoch auch Waschmittelreste an den Textilien haften bleiben. Der Hauptgrund dafür ist die Verwendung einer zu großen Menge an Waschmittel, die sich nicht vollständig lösen kann. Auch das Fach für das Hauptwaschmittel selbst kann so verstopfen und Bakterien und Pilzen optimale Wachstumsbedingungen schaffen. Beachten Sie daher stets die Dosierungs-Empfehlungen des Produktherstellers, bei dem Sie Waschprodukte und Ihre Waschmaschine kaufen.

Vorbeugen lässt sich Verstopfungen im Hauptfach der Waschmaschine übrigens auch, indem man das Waschmittel direkt in die Waschtrommel hineingibt. Hierfür sind im Handel spezielle Waschmittelkugeln oder Ökosäckchen erhältlich. 

Vielseitige Produkte für die Hauptwäsche

Auch die Wahl der passenden Produkte für den Hauptwaschgang spielt eine Rolle, wenn es um ein zufriedenstellendes Ergebnis geht. Wenn Sie Waschmittel für die Hauptwäsche in der Waschmaschine kaufen möchten, stehen Ihnen folgende zur Auswahl:

  • flüssiges Waschmittel
  • Waschpulver
  • Vollwaschmittel
  • Feinwaschmittel
  • Color-Waschmittel
  • Waschmittel speziell für schwarze Wäsche

All diese Produkte füllen Sie einfach in das Hauptfach ein. 
Vielleicht fragen Sie sich nun noch, ob Sie besser zu flüssigem Waschmittel oder zu Waschpulver greifen sollen? Waschmittel in Pulverform ist grundsätzlich Flüssigwaschmittel vorzuziehen. Letztere laufen Gefahr, mit ihrer zähflüssigen Konsistenz den Kasten für das Waschmittel zu verstopfen. Sie bilden einen Belag, der sich nur schwer entfernen lässt. Zudem ist pulverförmiges Waschmittel bekannt für seine stärkere Waschkraft.

Wenn Sie einen speziellen Wasserenthärter für die Waschmaschine kaufen, geben Sie diesen ebenfalls in das Hauptfach. Sie sind sich nicht sicher, wie hart Ihr Wasser ist? Um zu erfahren, ob die Verwendung eines Wasserenthärters für die Waschmaschine in Ihrem Fall sinnvoll ist, erkundigen Sie sich einfach bei Ihrem zuständigen Wasserwerk.

Das dritte Fach: Produkte für die Nachbehandlung Ihrer Wäsche

In Ihrer Waschmaschine oder Ihrem Waschturm finden Sie zuletzt auch ein Fach ohne Ablauf. Das Produkt, das Sie hier hineinfüllen, wird direkt aus dem Behälter herausgespült. Daher bietet sich dieses Fach für sämtliche Produkte an, die möglichst lange an den Textilien haften sollen.
Beliebt sind Weichspüler, die der Wäsche einen langanhaltenden, angenehmen Duft verleihen. Zudem können sie mit kationischen Tensiden dafür sorgen, dass sich die Kleidung leichter bügeln lässt und die Fasern weicher werden. Die Trockenstarre wird verhindert, da es nicht zur elektrostatischen Aufladung der Fasern kommt. Der Tragekomfort steigt. Was Sie jedoch nicht tun sollten: den Weichspüler direkt in die Waschtrommel geben. Dies kann einen seifigen Belag auf den Stoffen hinterlassen, was eher als unangenehm empfunden wird. 

Wer sich an seinen Textilien einen natürlichen Duft ohne Zusatzstoffe wünscht, gibt einfach ätherische Öle, beispielsweise Lavendelöl, in die dritte Kammer der Waschmittelschublade. Der beruhigende, schlaffördernde Lavendelduft ist daher auch ein geeigneter Zusatz für die Nachbehandlung von Bettwäsche. 

Um weiche, fließend fallende Wäsche zu erhalten, sollten Sie diese nach dem Entnehmen aus der Maschine auch einmal kräftig durchschütteln und erst dann auf die Wäscheleine aufhängen. Das lockert die Fasern zusätzlich und macht die Stoffe geschmeidig. Optional ist es auch möglich, Spülmaschinentabs zu verwenden. Diese geben Sie mit der Wäsche gleich in die Trommel oder alternativ in das Fach für den Weichspüler. Die Tabs werden im letzten Spülgang freigesetzt und können ebenfalls Reste von Seifen und Waschmittel entfernen.

Kalkansammlungen einfach entgegenwirken

Harte Fasern entstehen jedoch auch durch einen hohen Kalkgehalt im Waschwasser. Ist das Wasser sehr hart (also kalkhaltig), reicht manchmal alleine die Nutzung eines Weichspülers nicht aus. In dem Fall empfiehlt es sich, etwa zwei Dosierkappen voll Essig in das Fach für die Nachbehandlung einzufüllen. Dieser macht nicht nur die Fasern weicher, sondern wirkt darüber hinaus antibakteriell. Zu diesem Zweck eignet sich ebenfalls Zitronensäure, die nach Packungshinweis verdünnt wird. 
Helfen diese Säuren ebenfalls nicht wirklich, versuchen Sie es mit einem speziellen Entkalker aus dem Handel. Dies lohnt sich nicht nur aufgrund der steifen Wäsche, die unangenehm zu tragen ist. Eine Verkalkung hat nämlich zudem den Effekt, dass sie den Stromverbrauch der Waschmaschine erhöht. Der Energiebedarf beim Waschen kann Berechnungen zufolge durch Verkalkungen um bis zu 30 % steigen.

Wenn Sie also demnächst einen Waschturm oder eine Waschmaschine kaufen und in Zukunft Strom sparen möchten: Achten Sie auf ein besonders stromsparendes Modell und verwenden Sie von Anfang an Produkte, die dem Kalk entgegenwirken, falls hartes Wasser in Ihrer Region ein Thema ist. 

Was Sie abschließend bei der Verwendung eines Weichspülers beachten sollten:

  • Zusatzstoffe im Weichspüler können bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen hervorrufen. Sollten Sie Hautreaktionen durch das Tragen der Wäsche bemerken, wechseln Sie das Produkt oder verzichten Sie komplett auf den Weichspüler.
  • Verwenden Sie keinen Weichspüler für Sportkleidung und Spezialkleidung aus atmungsaktiven Stoffen. Hier kann die Funktion der Textilien verloren gehen.

Für letztere bieten sich eher antibakterielle Waschzusätze (sogenannte Desinfektionsspüler) an, wenn diese benötigt werden. Sie enthalten desinfizierende Wirkstoffe, die Keime in der Wäsche abtöten.
Darunter fallen auch geruchsbildende Bakterien, die zu unangenehmen Gerüchen an Shirts, Sportbekleidung aus Synthetikfasern und Co. führen. Desinfektionsmittel sollten jedoch stets mit Vorsicht eingesetzt werden und grundsätzlich nur dann, wenn es wirklich nötig und sinnvoll ist.

Weitere hilfreiche Tipps zur Reinigung der Waschmaschine

Damit Sie lange Freude an Ihrer Waschmaschine oder an Ihrem Waschturm haben, sollten Sie das Gerät regelmäßig reinigen. Besonders in den Einfüllfächern für Waschmittel bleiben häufig Seifenreste haften. Spätestens wenn hierdurch ein unangenehmer Geruch in der Maschine oder an der gewaschenen Wäsche entsteht, fällt auf, dass Handlungsbedarf besteht. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie gleich eine neue Waschmaschine kaufen müssen. Für gewöhnlich lässt der unangenehme Geruch sich mit einfachen Mitteln beseitigen. Dieser entsteht in den meisten Fällen durch

  • Keime wie Bakterien oder Pilze
  • Schmutzpartikel
  • Textilreste, etwa in Form von Flusen oder
  • Rückstände von Waschmitteln

die sich in der Waschmaschine festsetzen. Sind die Zuläufe der Kammern verstopft, erschwert dies die Reinigung der Maschine während dem Waschvorgang. Das Problem verschlimmert sich stetig.

Manchmal hilft es schon, die Waschmaschine ab und an mit hoher Temperatur leer laufen zu lassen, um einen Großteil der Keime zu entfernen und Gerüchen vorzubeugen. es gibt jedoch auch Bakterien, die selbst das Abkochen problemlos überleben. Wichtig ist daher, diesen Keimen keine optimalen Lebensräume zu bieten: Halten Sie die Ladeklappe und die Schublade für die Waschmittel-Fächer stets offen, wenn Sie gerade keine Wäsche waschen. So können Wärme und Feuchtigkeit stets entweichen und der Innenraum der Maschine trocknet. Die meisten Keime fühlen sich bei diesen Bedingungen nicht wohl und verbreiten sich nicht weiter. 

Es kann sich zudem lohnen, spezielle Produkte für die Reinigung der Maschine zu verwenden. Diese werden entweder in eines der Waschmittelfächer oder direkt in die leere Trommel gegeben. Die genauen Anwendungshinweise entnehmen Sie der Produktverpackung. 

Wenn Sie vorhaben, eine neue Waschmaschine zu kaufen, informieren Sie sich auch über die Modelle von Schulthess, die mit einem eigenen Maschinenreinigungsprogramm ausgestattet sind. Mit dem innovativen Autoclean Programm sparen Sie sich mühsame Reinigungsvorgänge und gehen sicher, dass die Wäsche stets in einer einwandfrei hygienischen Maschine gewaschen wird.

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