Welche Probleme können beim Wäschetrockner auftreten?

Ein Wäschetrockner gehört mittlerweile genauso wie eine Waschmaschine zu den wichtigsten Haushaltsgeräten. Die technische Entwicklung in diesem Bereich schreitet schnell voran. Deshalb sind moderne Wäschetrockner in der Lage, Textilien aus nahezu allen Materialien schonend zu trocknen. Es gibt nur noch sehr wenige Materialien, die nicht mit solch einem nützlichen Gerät getrocknet werden können. Zudem verbrauchen aktuelle Trockner deutlich weniger Energie als vergleichbare Geräte, die schon etwas älter sind. Umso ärgerlicher ist es, wenn ein Problem auftritt. Sie müssen sich deshalb nicht sofort einen neuen Wäschetrockner kaufen. Die meisten Probleme lassen sich recht schnell beheben. Meistens lohnt sich auch eine Reparatur.

Geräte reparieren zu lassen, ist in den vergangenen Jahren zwar etwas aus der Mode gekommen. Trotzdem sollte immer darüber nachgedacht werden. Manchmal sind es nur kleine Teile, die erneuert werden müssen. In solch einem Fall wäre es schade, ein komplettes Gerät zu entsorgen. Die Reparaturkosten halten sich meistens in Grenzen. Wenn Sie sich bei jedem kleinen Defekt einen neuen Wäschetrockner kaufen würden, wäre es zudem eine unnötige Belastung für die Umwelt. Die Altgeräte müssen entsorgt werden, und die Herstellung neuer Wäschetrockner benötigt viele Ressourcen. Das Gleiche gilt auch für die Waschmaschine. Die Zeiten, in denen die Kosten für Neugeräte geringer waren als für Reparaturen, sind vorbei. Sowohl das Umweltbewusstsein als auch die Nachhaltigkeit nehmen inzwischen einen hohen Stellenwert ein.

Waschmaschine Servicetechniker
Die wichtigste Haushaltgeräten

Die Wäsche wird im Wäschetrockner nicht mehr trocken

Ein sehr häufiges Problem besteht darin, dass nach einer gewissen Zeit die Wäsche nicht mehr so trocken wird wie sonst. Dann schleicht sich schnell der Gedanke ein, dass es am Alter des Wäschetrockners liegen könnte. Er funktioniert nicht richtig und bringt nicht mehr die erforderliche Leistung. Die meisten Menschen denken in solch einem Fall sofort an einen Neukauf. Doch das muss nicht sein. Oftmals liegt es nur an der versäumten Wartung. Auch ein Wäschetrockner braucht hin und wieder etwas Pflege.

Nach jeder Nutzung sollte unbedingt das Flusensieb gereinigt werden. Je nach Modell befindet es sich im Türrahmen oder direkt in der Tür. Dort sammeln sich mitunter sehr viele Flusen an. Diese verhindern eine vollständige Trocknung der Wäsche. Die Flusen lassen sich zumeist einfach mit der Hand oder einer weichen Bürste beseitigen. Auf keinen Fall sollte eine harte Bürste dazu benutzt werden. Das Sieb ist zumeist aus einem sehr feinmaschigen und leichten Material hergestellt. Wird zu grob damit umgegangen, können Risse entstehen. Diese machen das Sieb unbrauchbar. Passiert ein solches Malheur, sollte das Sieb ausgewechselt werden, bevor der Wäschetrockner erneut genutzt wird. Es stehen für jedes Wäschetrocknermodell passende Flusensiebe zur Verfügung. Der Einbau gestaltet sich recht einfach.

Bei fast allen Geräten muss dazu lediglich die Einfassung des Siebs vorsichtig gelöst werden. Dann wird ein neues Flusensieb eingebaut und der Rahmen in die Verankerung gedrückt. Anschliessend kann der Wäschetrockner sofort wieder genutzt werden. Wenn Sie sich einen neuen Wäschetrockner kaufen, sollten Sie schon im Voraus darauf achten, ob sich das Flusensieb einfach reinigen lässt. Das ist für eine reibungslose Funktion des Trockners von elementarer Bedeutung. 

Neben der Reinigung des Flusensiebs ist auch die Säuberung des Kondensators eine wichtige Wartungsarbeit, die in regelmässigen Abständen erfolgen sollte.

Wartungen selbst durchführen

Obwohl ein moderner Wäschetrockner ein sehr komplexes Gerät ist, können zahlreiche Wartungsarbeiten selbst durchgeführt werden. Neben der Reinigung des Flusensiebs ist auch die Säuberung des Kondensators eine wichtige Wartungsarbeit, die in regelmässigen Abständen erfolgen sollte. Je nach Fabrikat befindet sich der Kondensator unterhalb der Tür oder seitlich im unteren Bereich des Wäschetrockners. Er ist meistens hinter einem Schutzgitter angebracht. Wird dieses entfernt oder aufgeklappt, kann der Kondensator dahinter erkannt und entnommen werden. Darin sammeln sich Flusen und Staub an. Sämtliche Beläge beeinträchtigen die Trocknungsleistung. Deshalb ist die Reinigung so wichtig.

Bei einigen Modellen lässt sich der Kondensator komplett herausnehmen und im klaren Wasser abspülen. Ist es nicht möglich, ihn aus dem Gerät herauszunehmen, dann kann er eventuell mit einem Handstaubsauger abgesaugt werden. Solange er sich direkt im Wäschetrockner befindet, sollte auf keinen Fall mit Wasser gereinigt werden. Das könnte zu grösseren technischen Schäden am Trockner führen.

Bei einem herausnehmbaren Kondensator sollte unbedingt der Wasserablauf kontrolliert werden. Dieser befindet sich im unteren Bereich und setzt sich mitunter mit kleinen Flusen zu. Dadurch entstehen vergleichbare Probleme wie bei einer Waschmaschine, wenn der Ablauf verstopft ist. Kann das Wasser beim Wäschetrockner nicht ablaufen, dann bleibt die Wäsche auch nach mehreren Durchgängen feucht. Bei den modernen Wärmepumpentrocknern lässt sich der Kondensator meistens nicht ausbauen. Dann ist nur eine äussere Reinigung mit einem Staubsauger möglich.

Den Temperatursensor regelmässig säubern

Eine weitere Wartungsarbeit, die in Eigenregie durchgeführt werden kann, ist die Reinigung des Temperatursensors. Dieser befindet sich bei fast allen Trocknern in der Nähe des Flusensiebs. Er ist an der metallischen Oberfläche zu erkennen. Befinden sich darauf Ablagerungen oder Verschmutzungen, dann sollten diese restlos beseitigt werden. Das gelingt mit den Fingern oder einem weichen, trockenen Tuch.

Ist der Temperaturfühler schmutzig, kann er keine exakten Werte an die Steuerungselektronik übermitteln. Das führt dazu, dass der Trocknungsdurchgang vorzeitig beendet wird. Das Gerät zeigt das Programmende an, aber die Wäsche ist nicht trocken. In dem Fall hilft nur ein zweiter Durchgang, um die Wäsche vollständig zu trocknen. Das ist jedoch nicht besonders vorteilhaft, weil durch zwei Arbeitsgänge doppelt so viel Energie benötigt wird. Unnötig viel Strom zu verbrauchen, möchte selbstverständlich keiner. Da die Reinigung des Temperaturfühlers schnell erledigt ist, sollte sie möglichst bei jeder Säuberung des Flusensiebs durchgeführt werden.

Werkzeuge
Wartungen selbst durchführen

Den Wasserbehälter regelmässig entleeren

Bei allen Kondenstrockner wird das Wasser, das sich in der Wäsche befand, in einem Wasserbehälter aufgefangen. Dieser sollte nach jedem Trocknungsdurchgang entleert werden. Darin sammeln sich mitunter mehrere Liter Wasser an. Wird die Entleerung versehentlich vergessen, leuchtet oder blinkt eine Kontrollleuchte. Manchmal erscheint dieser Alarm aber auch, wenn der Behälter gar nicht gefüllt ist. Warum das so ist und wie hier Abhilfe geschaffen werden kann, erfahren Sie im folgenden Abschnitt.

Bei fast allen Wäschetrocknern befindet sich der Wasserbehälter im oberen Bereich. Diese Konstruktionsweise bietet für die Benutzenden den höchsten Komfort. Doch eigentlich wird das Kondenswasser unten im Gerät in einem Behälter aufgefangen. Von diesem wird es mit einer Pumpe in den oberen Wassertank befördert. In dem unteren Wasserbehälter sammeln sich im Laufe der Zeit sehr viele Fusseln und Flusen. Diese können den gesamten Rauminhalt einnehmen. Dadurch kann er kaum noch Wasser aufnehmen. Aus diesem Grund wird die Wasserkontrolle ausgelöst. Die Benutzerin wundert sich in diesem Fall, weil ein gefüllter Wasserbehälter angezeigt wird, obwohl sich in dem oberen Tank gar kein Wasser befindet. Schnell wird dadurch ein Fehler im Bereich der Elektronik vermutet. Doch so ist es nicht.

Es besteht die Möglichkeit, den unteren Wassertank zu säubern. Bei den meisten Trocknern ist dazu eine Klappe vorhanden, durch die sämtliche Flusen aus dem Tank beseitigt werden können. Bei einigen Modellen ist es ein wenig umständlich, die Fusseln aus dem Behälter zu entfernen, aber trotzdem nicht unmöglich. 

Wasser
Den Wasserbehälter regelmässig entleeren

Der Tumbler heizt nicht mehr richtig

Wenn der Wäschetockner nicht mehr heizt, dann ist keine Trocknung der Wäsche möglich. Das ist sehr einfach zu fühlen: Nach dem Ende des Trocknungsgangs fühlt sich die Wäsche nicht nur kalt an, sondern sie ist auch genauso feucht wie beim Befüllen der Trommel. Im Gegensatz zu einer Waschmaschine ist bei einem Trockner jedoch meistens nicht der Heizstab defekt. Dieses Bauteil hält bei einem Trockner zumeist ewig. Es sind eher die beiden Thermostate, die auch Thermosicherungen genannt werden. Sie werden deshalb als Sicherungen bezeichnet, weil sie eine übermässig starke Erhitzung des Geräts verhindern. Würden im Trockner keine Thermosicherungen verbaut sein, bestünde die Gefahr, dass aufgrund einer Überhitzung ein Feuer ausbrechen könnte. Das wäre fatal.

Die beiden Thermostate lassen sich jedoch austauschen, falls es erforderlich sein sollte. Dazu muss allerdings die Rückwand des Gehäuses demontiert werden. An dieser Stelle sollte ein wichtiger Hinweis unbedingt befolgt werden: Öffnen Sie die Rückwand oder eine Seitenwand des Wäschetrockners, dann sollten Sie auf jeden Fall vorher den Netzstecker ziehen. Sämtliche Arbeiten an der Elektronik sollten lieber von einem Fachmann durchgeführt werden. Beauftragen Sie einen Elektriker damit, neue Thermostate in Ihren Trockner einzubauen, dann werden die Kosten dafür nicht hoch ausfallen. Zudem haben Sie die Sicherheit, dass Sie weder sich noch Ihre Familienmitglieder gefährden. Schon kleine Fehler im Bereich der Elektronik können schwerwiegende Folgen haben. Deshalb sollte niemals ein Laie derartige Arbeiten ausführen.

Die Trommel des Wäschetrockners dreht sich nicht mehr

Sollte sich die Trommel nicht mehr drehen, ist dieses Problem deutlich zu hören. Es gibt mehrere Ursachen, die dafür verantwortlich sein können. Dazu gehören:

  • Keilriemen rutscht
  • Antriebsriemen ist gerissen
  • Motor ist defekt
  • Kabelbruch
  • Problem in der Elektronik

Wenn der Keilriemen rutscht, ist er verschlissen. Einige Trocknermodelle sind mit einer Spannrolle ausgestattet. In dem Fall könnte versucht werden, den Riemen noch etwas stärker zu spannen. Ist es nicht möglich, dann bleibt nur der Austausch. Um überhaupt den Keilriemen erreichen zu können, sollten Sie den Netzstecker ziehen und die Rückwand des Wäschetrockners abschrauben. 

Falls der Antriebsriemen nicht zu sehen ist, dann wird er gerissen sein und unten im Gerät liegen. Auch bei solch einem Malheur bleibt nur die Montage eines neuen Riemens. Die gute Nachricht lautet, dass ein Keilriemen nicht viel Geld kostet. Auch der Austausch stellt zumeist keine grosse handwerkliche Herausforderung dar.

Deutlich unangenehmer ist es, wenn der Motor nicht mehr funktioniert. Dafür gibt es mehrere Ursachen. Es kann sein, dass ein Problem mit dem Schaltrelais aufgetreten ist oder dass ein Kabelbruch vorliegt. Auch in diesem Fall wäre es die beste Entscheidung, einen Elektriker um Hilfe zu bitten. Dieser kann mit seinen Messgeräten sehr genau ermitteln, welche Ursache vorliegt. Ein gebrochenes Kabel kann der Fachmann in wenigen Minuten erneuern. Es lohnt sich bei den meisten Geräten, den Antriebsmotor auszutauschen. Auch eine solche Reparatur würde geringere Kosten verursachen als die Anschaffung eines neuen Trockners. Grundsätzlich kann empfohlen werden, dass Sie, bevor Sie sich einen anderen Trockner kaufen, Ihr Gerät von einem Fachmann überprüfen lassen. Genauso wie bei einer Waschmaschine lohnen sich auch beim Trockner Reparaturen.

Die Trommel macht komische Geräusche

Ist der Wäschetrockner schon einige Jahre alt, kann es passieren, dass die Trommel merkwürdige Geräusche macht. Sie kann vielleicht quietschen oder rattern. Das ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass ein Trommellager verschlissen oder defekt ist. Im Grunde genommen ist es nicht schwer, ein kaputtes Trommellager auszutauschen. Allerdings sind für eine solche Arbeit einige Spezialwerkzeuge wie Abzieher oder Ähnliches nötig. Trotzdem lohnt sich aus wirtschaftlicher Sicht auch eine solche Reparatur.

Die Trommel macht komische Geräusche

Fazit

Tritt ein Defekt am Trockner auf, dann müssen Sie sich nicht sofort einen neuen kaufen. Zahlreiche kleinere Probleme lösen Sie ohne grossen Aufwand selbst. Insbesondere die regelmässige Reinigung des Flusensiebs sowie des Kondensators gehören zu den Wartungsaufgaben, die jeder ohne fachmännische Hilfe durchführen kann. Aber auch dann, wenn es Probleme mit dem Trommellager oder der Elektronik gibt, lohnt es sich, den Wäschetockner zu reparieren. Reparaturen sind mittlerweile nicht mehr so teuer, und sie schonen die Umwelt. Das Gleiche gilt auch für die Waschmaschine.