Welche Waschmaschine bei Pollenallergie?

Richtig waschen bei Pollenallergie

Keine andere allergische Reaktion tritt in der Schweizer Bevölkerung so häufig auf wie die gegen Pollen. Zwar lösen von den insgesamt gut 3500 Pflanzenarten im Alpenland nur rund 20 eine Pollenallergie aus. Doch das bei immerhin einem Fünftel der Gesamtbevölkerung. Leiden auch Sie an einer Pollenallergie, können Sie durch verschiedene Massnahmen Ihre allergischen Reaktionen reduzieren. Dazu zählt unter anderem die geeignete Art, Ihre Textilien zu waschen und zu trocknen: Ein hilfreicher Tipp, der gleich mehrere Pluspunkte vereint. Denn das allergikerfreundliche Waschen und Trocknen kostet Sie keinerlei Mehraufwand, Geld oder Zeit. Ihre frische Kleidung sorgt für ein angenehmes Traggefühl, saubere Bettwäsche für eine erholsame Nachtruhe. Und Pollen haben keine Chance.</p><p>Im Folgenden erläutern wir Ihnen im Detail, wie Sie Bakterien und Gräserpartikel von Ihrer Wäsche fernhalten können. Sie erfahren, ob es spezielle Waschmittel oder sogar Waschmaschinen für Allergikerinnen und Allergiker gibt. Auch die Bedeutung der Wassertemperatur und weitere Tricks und Kniffs haben wir für Sie zusammengetragen.

Richtig waschen bei Pollenallergie

Waschmittel für Allergikerinnen und Allergiker

Bereits seit Jahren haben Flüssigwaschmittel die klassische Pulverform in der allgemeinen Beliebtheit überholt. Leiden Sie an einer Pollenallergie, sollten Sie diese Reiniger dennoch vermeiden. Denn es spielt eine grosse Rolle, welches Waschmittel Sie bei einer Allergie verwenden. Fast allen flüssigen Waschmitteln oder Reinigungsgels werden Konservierungsstoffe zugesetzt. Die chemischen Stoffe hemmen zwar die Ausbreitung von Pilzen und verlängern die Haltbarkeit des Waschmittels, gleichzeitig jedoch können sie selbst Auslöser für allergische Reaktionen sein oder bestehende Kontaktallergien verschärfen. 

Pulverwaschmittel sind in der Regel frei von Konservierungsstoffen. Doch ebenso wie Weichspüler enthalten sie oftmals zusätzliche Duftstoffe, die sich in der Kleidung festsetzen. So können sie Ihre Atemwege als Pollenallergiker zusätzlich reizen und auf sensibler Haut allergische Reaktionen hervorrufen.

Doch es gibt eine Lösung. Aufgrund der weiten Verbreitung von Pollenallergien in der Schweiz wurden spezielle Allergiker-Waschmittel entwickelt. Sie basieren zumeist auf ausschliesslich pflanzlichen, oft biologisch abgebauten Rohstoffen. Auf Bleichmittel oder Parfüm wird komplett verzichtet, weshalb sie auch für empfindliche Menschen gut verträglich sind.

Tipp: Sie sollten Ihre Kleidungsstücke, Bettwäsche oder Handtücher nicht alle mit demselben Produkt waschen. Bei uns erfahren Sie, welches Waschmittel Sie für welche Kleidungsstücke benutzen sollten.

Sind Ihre Beschwerden besonders stark, oder müssen Sie Ihre alte Waschmaschine ersetzen, sind allergikerfreundliche Waschmaschinen eine effektive Lösung. Die speziell ausgerüsteten Modelle verfügen im Gegensatz zu herkömmlichen Geräten über einen weiteren Waschgang.

Welche Waschmaschine bei Pollenallergie?

Nachhaltigkeit ist zu Recht in aller Munde. Doch umweltfreundlich Waschen sollte, für Sie als Allergikerin oder Allergiker nicht heissen, nur kurze Waschprogramme zu benutzen. Denn hohe Temperaturen sind selbst für Ihre klassische Buntwäsche leider fast unverzichtbar. Zwar wird diese bei einem 40-Grad-Waschgang auch sauber. Viele Bakterien und Pollenbestandteile allerdings überleben diese Temperaturen noch. Bei einem Waschgang mit 60 Grad sieht das schon anders aus. Hier können Sie sicher sein, dass alle allergieauslösenden Partikel gründlich entfernt wurden. 

Sind Ihre Beschwerden besonders stark, oder müssen Sie Ihre alte Waschmaschine ersetzen, sind allergikerfreundliche Waschmaschinen eine effektive Lösung. Die speziell ausgerüsteten Modelle verfügen im Gegensatz zu herkömmlichen Geräten über einen weiteren Waschgang. Dieser sorgt dafür, dass die Temperatur von 60 Grad über 20 Minuten aufrechterhalten wird. Wie angesprochen, sollten zwar auch sonst keine Bakterien die Hitze überleben. Der Spezialmodus jedoch vernichtet garantiert selbst kleinste Allergene. Zudem sorgen ausgefeilte Spülgänge dafür, dass keinerlei Waschmittelrückstände mehr in Ihren Textilien verbleiben. Alternativ können Sie bei Ihrer herkömmlichen Waschmaschine einen extra Spülgang laufen lassen.

Den Nachteil der speziellen Waschprogramme und -maschinen für Allergikerinnen und Allergiker haben wir eingangs genannt. Sie benötigen überdurchschnittlich viel Wasser und Strom und können so keine Energie sparen. Zumindest aber liegen die Anschaffungskosten von für Allergiker geeigneten und klassischen Waschmaschinen auf einem ähnlichen Niveau.

Pollenallergie: Tipps für nach dem Waschen

Auch nach dem Waschen können Sie die Gefahr allergischer Reaktionen weiter reduzieren.

Lufttrocknung

Lufttrocknung

Bei hohen Temperaturen während der Sommermonate trocknen Textilien
an der Wäscheleine im Garten
besonders schnell. Für Sie als Pollenallergikerin oder -allergiker ist dies jedoch keine gute Idee. Denn schon durch eine leichte Windbrise können an der gerade von Keimen befreiten Wäsche sofort wieder Pollen hängenbleiben. Sie sollten daher unbedingt Ihre in der Wohnung trocknen. Doch auch hier eignet sich nicht jeder Ort in gleichem Masse. So setzen sich in feuchten, schlecht belüfteten Zimmern zwar keine Pollen an Ihrer frischen Wäsche fest, dafür aber Sporen und Keime aus der Raumluft. Badezimmer und nicht trockengelegte Keller sind daher tabu. Auch die Küche ist nicht passend, möchten Sie die Kochdüfte nicht in Ihrer Wäsche haben. Stellen Sie Ihren Wäscheständer möglichst in Ihr Wohn- oder Schlafzimmer ans Fenster. Scheint hier die Sonne durch, ist Ihre Wäsche ebenfalls schnell trocken – und frei von jeglichen Allergenen.

Trockner

Noch besser in ihrer Wirkungsweise sind elektrische Trockner. Denn ohne Weichspüler gewaschen und an der Luft getrocknet kann Ihre Wäsche rau werden. So steigt zwar nicht das Risiko einer allergischen Reaktion auf Pollen, doch Ihre Haut kann gereizt werden. Im Trockner bleiben Textilien weich. Und Sie können sich gleich im Anschluss an das Programmende wieder Ihre Lieblingskleidung überstreifen.

Lässt sich Ihr Kleidungsstück nicht problemlos bei 60 Grad waschen, ist eine Handwäsche. Allerdings erst, nachdem Sie Ihre Textilien mit einem Schonwaschgang gereinigt haben. Spülen Sie sie danach mehrmals mit kaltem, klarem Wasser aus, erzielen Sie den gleichen Effekt wie bei einer 60-Grad-Wäsche.

Das Stofftier Ihres Kindes war beim Picknick dabei? Legen Sie es für einige Stunden ins Eisfach und waschen Sie es danach bei 30 Grad in der Maschine. So entfernen Sie garantiert alle Pollenpartikel, die den Weg ins Fell des Teddys gefunden haben.