Wäsche richtig aufhängen: So gehts!

Selbst nach höchsten Schleudergängen verbleibt stets eine Restfeuchtigkeit in Ihren Textilien. Zur Verhinderung einer Schimmel- oder Geruchsbildung sollten Sie Ihre Wäsche vor dem Zusammenlegen trocknen. Allerdings fehlt es an einer pauschalen Empfehlung für den besten Trocknungsvorgang. Unter anderem beeinflussen Menge und Materialien Ihrer Wäschestücke deren optimale Trocknung. Wir sagen Ihnen, welche Möglichkeiten Ihnen offenstehen und wie Sie Wäsche richtig aufhängen.

Wäscheständer, Wäschespinne oder Wandtrockner?

Die meisten Kleidungsstücke können Sie im Wäschetrockner trocknen. Legen Sie Wert auf umweltfreundliche Wäschepflege, sollten Sie Ihre Wäsche jedoch natürlich trocknen. Denn selbst energieeffiziente Geräte verbrauchen Strom – mit Sonnenstrahlen hingegen setzen Sie auf Nachhaltigkeit. Allerdings hängt die Auswahl der passenden Trocknungsvorrichtung von weiteren Gesichtspunkten wie Wäschemengen oder räumlichen Gegebenheiten ab. Grundsätzlich können Sie an verschiedenen Vorrichtungen Ihre Wäsche aufhängen.

Zur Verhinderung einer Schimmel- oder Geruchsbildung sollten Sie Ihre Wäsche vor dem Zusammenlegen trocknen.

Wäscheständer für hohe Flexibilität

Klassische Wäscheständer sind in der Regel aus Metall oder Kunststoff gefertigt und mit parallel montierten Leinen bespannt. Dank zwei ausklappbaren Flügeln an den Längsseiten kann deren Gesamtlänge bis zu 20 Meter betragen. Mobile Standtrockner dieser Grösse fassen damit den Inhalt einer vollen Waschmaschine. Ihre Vorteile liegen in der hohen Flexibilität. Bei plötzlichen Regengüssen tragen Sie sie einfach vom Balkon ins Zimmer. Nach der Nutzung klappen Sie sie wieder zusammen und verstauen sie platzsparend und unauffällig. Mit einer Grossfamilie oder als Trainer einer Sportmannschaft stossen Sie mit Wäscheständern allerdings an Grenzen. 

Wäschespinne für grosse Wäschemengen

Wäschespinnen tragen ihren Namen, weil der Verlauf ihrer Drähte zum Aufhängen der Wäsche an ein Spinnennetz erinnert. Fast alle Modelle sind zur Verwendung im Freien konzipiert. Im Normalfall stecken Sie einen mittig montierten Pfeiler in weiche Erde. Vier Seitenflügel verlaufen leicht schräg nach oben und bieten gut drei Maschinenladungen Platz. Bei Bedarf können Sie die robusten Wäschespinnen permanent aufgestellt lassen. So ersparen Sie sich einen ständigen Auf- und Abbau. Einige Varianten bieten mit optional aufspannbaren Dächern Schutz bei leichten Regenfällen.   

Wäscheständer, Wäschespinne oder Wandtrockner?

Wandtrockner als praktische Raumwunder

Wandtrockner eignen sich ideal bei beengten Wohnverhältnissen. Sie werden fest an einer Aussen- oder Innenwand angebracht. Zur Nutzung ziehen Sie die Leinen aus dem Gehäuse heraus, nach dem Trockenvorgang rollen diese sich wieder zusammen. Der Nachteil der platzsparenden Wandtrockner liegt in ihrer Immobilität. Überlegen Sie vor der ersten Bohrung genau, wo Sie langfristig Ihre Wäsche trocknen möchten.

Hinweis: Sie verfügen über einen Garten mit Bäumen? In diesem Fall können Sie einfache Wäscheleinen zwischen zwei Stämmen aufspannen. Bei Nichtnutzung können Sie sie bequem in einer Schublade lagern – und zusammengerollt sogar mit in die Ferien nehmen.

Wäsche richtig aufhängen

Wäsche richtig aufhängen: die besten Tipps!

Sie wissen nun, auf welchen Vorrichtungen Sie Wäsche aufhängen können. Eine bedeutende Rolle spielen auch Ort und Art der Aufhängung. Sie beeinflussen die Trockendauer ebenso wie Faltenbildungen. Als Asthmatikerin oder Allergiker sollten Sie die Pollenbelastung beachten und ohne Bügeltalent eine möglichst straffe Befestigung. Schliesslich richtet sich die optimale Trocknung auch nach Grösse und Materialien Ihrer Textilien.

Im Folgenden haben wir Tipps für Sie, wie Sie Ihre Wäsche richtig aufhängen. 

Als Faustregel gilt eine Dauer von vier Stunden. Innerhalb dieser Zeit sollten Sie Ihre feuchte Wäsche aufgehängt haben. Warten Sie länger, können sich Bakterien, Stockflecken oder schlechte Gerüche bilden. Zudem umgehen Sie Knitterfalten und ersparen sich ein aufwändiges Bügeln. 

Hinweis: Greifen Sie bei nasser Wäsche nicht sofort zum heissen Bügeleisen! Triefende Kleidungsstücke lassen sich nur schwer bügeln und hinterlassen auf Ihrem Bügelbrett Flecken. Zur Beschleunigung des Trocknungsvorgangs können Sie kleine Wäschestücke vorab mit einem Fön antrocknen. 

Nehmen Sie sich die Zeit: Schütteln Sie jedes Wäschestück vor dem Aufhängen aus und ziehen Sie es in Form. So verhindern Sie, dass der Stoff an einigen Stellen überlappt und ungleichmässig trocknet. Zugleich reduzieren Sie die Faltenbildung.

Möchten Sie Ihre Waschmaschine lange am Leben erhalten, ist eine fachgerechte Aufstellung unerlässlich. Auch beim Trocknen Ihrer Wäsche spielt der Ort eine bedeutende Rolle. Dabei stehen Ihnen abhängig von Ihren individuellen Gegebenheiten verschiedene Optionen offen. 

  • Im Freien

Nach Möglichkeit sollten Sie im Freien Ihre Wäsche aufhängen. An der frischen Luft, bei Sonne und Wind trocknen Textilien besonders schnell – sogar im Winter. Beim Anfrieren verdampft das Restwasser im Stoff, die Wäsche wird besonders weich. Planen Sie bis zur endgültigen Trocknung allerdings Zeit ein. Zudem gilt diese Empfehlung nur für trockene, nicht feuchte Kälte. 

Hinweis: Bedenken Sie beim Wäschetrocknen im Sommer die Kraft des UV-Lichts. Ultraviolette Strahlen bleichen Kleidungsstücke aus. Perfekt für weisse Textilien – dunkle Fasern allerdings werden angegriffen. Drehen Sie diese vor dem Aufhängen einfach auf die linke Seite.

  • In Innenräumen

Grundsätzlich eignen sich Keller ideal zum Trocknen Ihrer Wäschestücke. Allerdings kann sich bei extremen Temperaturunterschieden zwischen Raum- und Aussenluft Kondenswasser bilden. Durch regelmässiges Stosslüften verhindern Sie die Ablagerung der Feuchtigkeit auf Ihrer Wäsche. 

Auch in anderen Zimmern begünstigt eine hohe Luftfeuchtigkeit die Schimmelbildung. Müssen Sie Ihre Wäsche in der Wohnung trocknen, entscheiden Sie sich für einen trockenen Raum mit einer Durchschnittstemperatur von 18 bis 22 Grad Celsius. Im Sommer können Sie die Fenster gekippt lassen. Bei angeschalteter Heizung sollten Sie aus Nachhaltigkeitsgründen auch hier auf kurze Stosslüftungen ausweichen. Einzelne Kleidungstücke können Sie auch über Heizkörpern trocknen. Vermeiden Sie allerdings direkten Kontakt mit den heissen Rohren, um den Stoff nicht zu verhärten.

Tipp: Standventilatoren oder Luftentfeuchter beschleunigen den Trocknungsvorgang. 

Abschliessend werfen wir einen Blick darauf, wie Sie Ihre Wäsche am besten aufhängen sollten.

  • Reihenfolge beachten

Beginnen Sie mit grossen Wäschestücken, lassen Sie zwischen den einzelnen Teilen ein wenig Platz. Am Ende können Sie dort kleine Textilien wie Strümpfe platzieren.

  • Abstand einhalten

Ein ausreichender Abstand zwischen Ihren Wäschestücken gewährleistet eine bessere Luftzirkulation: Ihre Wäsche trocknet schneller.

  • Wäscheklammern nutzen

Verwenden Sie bei einer Aufhängung im Freien immer Wäscheklammern. So bleiben Ihre Textilien auch bei plötzlichen Windböen an Ort und Stelle. Befestigen Sie die einzelnen Kleidungsstücke mit einer möglichst geringen Überlappung. 

  • Kleidungsstücke individuell trocknen

Hemden und Blusen können Sie auf Kleiderbügeln an Ihren Wäscheständer hängen. Hosen trocknen besser mit einer Befestigung am Beinauslass, Röcke können Sie auch am Bund aushängen. Strickwaren verziehen schnell, weshalb Sie diese flach auch grossen Handtüchern trocknen lassen sollten. Neben dem richtigen Waschen muss Sportbekleidung auch richtig getrocknet werden. Direkte Sonneneinstrahlung kann die Funktionsfasern beschädigen.