Umweltfreundlich waschen und putzen: So gehts!

Kosten reduzieren und die Umwelt schützen

Umweltfreundlich zu waschen und zu putzen, muss nicht schwierig sein. Schliesslich hat Nachhaltigkeit unterschiedliche Facetten. Ein Blick auf die eigene Ökobilanz zeigt meistens, dass ein gewisses Verbesserungspotenzial im Alltag besteht. So können Sie sich beispielsweise für umweltverträgliche Produkte anstelle aggressiver Reiniger entscheiden. Kombiniert mit umweltfreundlichen Hilfsmitteln, steht Ihrem Vorhaben nichts mehr im Wege.

Zu den grössten Einsparmöglichkeiten in der Wäscherei gehören die Investition in moderne, umweltfreundliche Waschmaschinen.

Die Wassertemperatur senken

Nachhaltiges Waschen beginnt mit der richtigen Wassertemperatur. Rund 90 Prozent der gesamten Energie, die ein Waschvorgang erfordert, ist für die Wassertemperatur nötig. Die Maschine muss das kalte Wasser erhitzen – und je weniger die Maschine heizen muss, desto weniger Energie verbraucht sie.

Abhängig von Stoff und Verschmutzung können Sie bereits mit 20 °C umweltfreundlicher waschen. Durch eine niedrige Temperatur und ein ökologisch abbaubares Reinigungsmittel können Sie besonders umweltfreundlich waschen.

Wichtig: Um Keime und Bakterien zuverlässig abzutöten, benötigen Sie entweder eine hohe Temperatur oder ein entsprechendes Waschmittel. Dieses Mittel muss jedoch keinesfalls aggressiv sein, um hygienisch rein und umweltfreundlich zu waschen. Stattdessen hilft Seifenlauge Ihnen dabei, die gängigsten Krankheitserreger zu besiegen.

Um nicht mehr Energie als nötig zu verbrauchen, sollten Sie den Waschgang erst starten, wenn die Maschine voll ist. Aber auch eine überfüllte Trommel kostet Energie und verhindert, dass die Wäsche richtig sauber wird.

Ökologische Waschmittel nutzen

Nicht nur um trotz niedriger Wassertemperatur ein gutes Ergebnis zu erzielen, lohnt es sich, ein umweltfreundliches Waschmittel zu benutzen. Seit 1992 gibt es beispielsweise das EU-Ecolabel, an dem man Waschmittel erkennt, die mit weniger Chemikalien, Mikroplastik und Ähnlichem auskommen. Obwohl es kein 100-prozentig umweltfreundliches Produkt gibt, sind viele ökologische Reiniger frei von biologisch schwer abbaubaren Stoffen. Das bedeutet, sie schaden weder den Wasserorganismen noch belasten sie die Umwelt übermässig. In der Anwendung unterscheiden sich die Waschmittel nicht – Sie können die Dosierung dem Verschmutzungsgrad Ihrer Kleidung und der Wasserhärte anpassen.

Um nachhaltig zu waschen, sollten Sie den Einsatz von Weichspüler vermeiden. Obwohl diese Mittel dazu führen, dass Ihre Wäsche angenehm duftet, schaden sie der Umwelt. Besonders wichtig in Einsatzgebieten wie der Hotellerie: Sie sind bei Erkrankungen wie chronischen Atemwegsbeschwerden nicht empfehlenswert. Durch den Verzicht auf Weichspüler können Sie also umweltfreundlich waschen und gleichzeitig Ihre Gesundheit schützen.

Die Waschmaschinen richtig befüllen

Um nicht mehr Energie als nötig zu verbrauchen, sollten Sie den Waschgang erst starten, wenn die Maschine voll ist. Aber auch eine überfüllte Trommel kostet Energie und verhindert, dass die Wäsche richtig sauber wird.

Ökologische Waschmittel nutzen

Wäsche umweltschonend vorbereiten

Noch bevor die erste Waschmaschine läuft, gibt es Einsparmöglichkeiten. Die wichtigste: Kann die Menge der Wäsche reduziert werden? So können beispielsweise Hotels ihre Gäste auffordern, nachhaltiger mit Handtüchern und Bettwäsche umzugehen – als Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. In Restaurants kann die vorausschauende Auswahl von Tischschutz und -decke sowie der Platzsets die Arbeit in der Wäscherei reduzieren.

Unsere Tipps für die Vorbehandlung der Wäsche:

  • Gallseife hilft bei hartnäckigen Flecken und ersetzt aggressive Flecklöser.
  • Verzichten Sie auf die Vorwäsche. Dieses Programm ist bei den heutigen Waschmittelstandards nicht mehr so wichtig wie früher.
  • Die Wäsche zu waschen, ist umweltfreundlicher, wenn Sie auf bestimmte Reinigungsmittel verzichten. Nutzen Sie keine Weichspüler, Fleckensalze und Hygienespüler.
  • Um Weisswäsche zu waschen, können Sie zusätzlich Sauerstoffbleiche in Ihre Waschmaschine geben. Die Bleiche ist umweltfreundlich, nach der Wäsche bleibt nur Natriumcarbonat übrig.
  • Ein Schuss Essig enthärtet das Wasser und ersetzt den Weichspüler.
  • Bevor Sie eine neue Waschmaschine kaufen, sollten Sie prüfen, ob diese umweltfreundlich waschen kann. Die vorhandenen Waschprogramme, die Maschine selbst und der Stromverbrauch beeinflussen die Umweltfreundlichkeit.

Nach Möglichkeit keinen Wäschetrockner verwenden

Wäschetrockner brauchen sehr viel Energie: EcoTopTen hat ermittelt, dass selbst die effizientesten Trockner bei einem Fassungsvermögen von sieben Kilogramm in einem Privathaushalt 156 kWh Strom pro Jahr verbrauchen – in einem Betrieb multipliziert sich der Verbrauch. Wo die Möglichkeit besteht, lohnt sich also die Investition in einen Trocknungsraum, um Wäsche richtig zu trocknen.

Besteht diese Möglichkeit nicht, lohnt es sich vielleicht, einen neuen Wäschetrockner zu kaufen. Denn die besten Effizienzklassen erreichen nur moderne Geräte. Durch den geringeren Energieverbrauch amortisiert sich die Investition.

Wäsche draussen trocknen
Umweltfreundlich putzen

Umweltfreundlich putzen

Umweltfreundlich zu putzen, ist ebenso wichtig wie umweltfreundlich zu waschen. Egal ob Sie Ihren Boden umweltfreundlich putzen oder die Wäsche umweltfreundlich waschen möchten: Es gibt einige Tipps, die Ihnen dabei helfen:

  • Verzichten Sie auf aggressive synthetisch-chemische Reiniger, um umweltfreundlich zu waschen und zu putzen. Die meisten Flächen können Sie problemlos mit ökologischen und natürlichen Putzmitteln säubern. Dazu gehören Allzweckreiniger mit speziellen Ölzusätzen, die gleichzeitig einen angenehmen Duft verströmen.
  • Stark verschmutztes Geschirr lässt sich ebenfalls nachhaltig reinigen. Dazu verwenden Sie am besten Waschsoda, Backpulver oder Natron. Kochen Sie das Mittel ihrer Wahl mit ein wenig Wasser auf, dann löst sich die Kruste fast von alleine.
  • Fenster umweltfreundlich zu reinigen, gelingt am besten mit Wasser und Essig. Das Mischverhältnis 1:1 beseitigt selbst hartnäckige Schlieren.
  • Um umweltfreundlich zu putzen, sollten Sie auf herkömmliche Lappen und Putzschwämme aus Kunstfasern verzichten. Besser sind ökologische Produkte, die aus pflanzlichen Fasern bestehen.

Putzmittel selber herstellen und sparen

Wenn Sie umweltfreundlich putzen möchten, sollten Sie auf nachhaltige Reiniger vertrauen. Eine günstige Alternative ist, die Putzmittel selbst herzustellen.

  • Backpulver enthält Spuren von Bleichstoffen und eignet sich damit hervorragend zum Putzen. Mit ihm lassen sich frische Fettflecken entfernen und weisse Fugen reinigen.
  • Essig ist ideal, um umweltfreundlich zu putzen. Er hilft gegen Kalk, Ablagerungen oder hartnäckige Gerüche. In den meisten Fällen reicht es aus, ein Wattestäbchen oder einen Wattestreifen mit der natürlichen Säure zu tränken. Anschliessend lassen Sie den Essig einwirken, bevor Sie ihn abwaschen.
  • Salz säubert verschmutzte Ofenbleche ganz ohne Chemie. Dazu geben Sie eine Schicht Salz auf das Blech und erhitzen es, bis es braun ist. Danach entfernen Sie das Salz, Sie können das Backblech danach direkt wieder benutzen.
  • Zitronen sind effektive Helfer im Alltag. Mit ihnen können Sie umweltfreundlich waschen und putzen. Sie ersetzen den Weichspüler, beseitigen unangenehme Gerüche im Kühlschrank und reinigen Spiegel streifenfrei.

Das passende Werkzeug

Die richtigen Hilfsmittel, um umweltfreundlich zu putzen, sind ebenfalls nachhaltig. Verzichten Sie auf Mikrofasern, die Mikroplastik abgeben und sich nur schlecht recyclen lassen. Besser sind Bürsten, nachhaltige Reinigungslappen und einen Fensterabzieher. Mit dieser Ausstattung gelingen die meisten Reinigungsvorhaben im Handumdrehen.