Was ist ein Wäschekreislauf?

Die korrekte Aufbereitung von Reinigungstextilien ist wichtig, um die geforderten Hygienestandards sicherzustellen. Deshalb ist der Wäschekreislauf im Altersheim oder in medizinischen Einrichtungen ein entscheidender Bestandteil des Hygienekonzepts. Er berücksichtigt die unterschiedlichen Aspekte rund um die Wäsche: vom Einsammeln über die Reinigung bis hin zur Verteilung. Damit ist der Wäschekreislauf die beste Erklärung auf die Frage: Wie funktioniert der Wäscheservice im Hotel oder in Pflegeeinrichtungen?

Das Vorsortieren und Einsammeln der Wäsche

Der Wäschekreislauf im Altersheim wie auch in medizinischen Einrichtungen oder im Hotel beginnt mit der Logistik. Schliesslich müssen Wäschebehälter so transportiert werden, dass es möglich ist, infektiöse Wäsche zu waschen, ohne eine Kreuzkontamination zu verursachen.

Um dieses Ziel zu erreichen, beginnt der Wäschekreislauf mit einer kurzen Verweilzeit auf den Stationen oder Etagen. Mögliche Zwischenlager hingegen gilt es zeitlich zu begrenzen, um einen möglichst schnellen Transport zu gewährleisten. Ob und wie Sie diese Vorgaben einhalten können, hängt natürlich stark von den baulichen Gegebenheiten vor Ort ab.

Grundsätzlich zielt der Wäschekreislauf in diesem Stadium jedoch darauf ab, den Prozess des Hygienewaschens zu organisieren. Deshalb gilt es in diesem Zusammenhang, Transportwege und Transportzeiten gleichermassen zu berücksichtigen. Schliesslich müssen Bettwäsche, Handtücher und Bekleidung gegebenenfalls separat behandelt werden. Die sofortige Sortierung erfordert separate Wäschesäcke, die Sie am besten kennzeichnen. Sind die Säcke oder Container gefüllt, verschliessen Sie sie, bevor Sie sie in den Transport geben.

Wenn Sie die nachhaltigen Schulthess-Waschmaschinen einsetzen, profitieren Sie beispielsweise von einer längeren Spüldauer und einer geringeren mechanischen Einwirkung. Das liegt nicht zuletzt an den wirkungsvollen Reinigungsmitteln, die den Bedarf an mechanischer Einwirkung reduzieren.

Der Transport der Schmutzwäsche

Nun gilt es, den Transport der Schmutzwäsche zu organisieren. Denn egal, ob Sie normale oder infektiöse Wäsche waschen möchten: Für den Wäschekreislauf ist die Erklärung der Anfangsschritte ebenso wichtig wie der Reinigungsprozess selbst.

Ein einheitliches Transportsystem im gesamten Haus unterstützt den Wäschekreislauf und erleichtert Ihnen die Einhaltung der Hygieneregeln. Dazu gehören die Desinfektionsregeln ebenso wie die eingesetzten Behälter. Bewährt haben sich verschliessbare Wäschebehälter aus Metall, die Keimen nur wenig Raum bieten.

Die Vorbereitung: Das Barriere-Prinzip

Das Barriere-Prinzip im Wäschekreislauf hilft Ihnen dabei, organisatorisch und räumlich zwischen sauberen und verschmutzten Textilien zu unterscheiden. Dieser Schritt sorgt dafür, dass Sie infektiöse Wäsche waschen können, ohne dass sie mit sauberen Stücken in Berührung kommt.

  • Räumlich: Platzieren Sie sämtliche Transportbehälter für verschmutzte Wäschestücke in einem separaten Raum oder auf einer Seite des Raumes. Zusätzlich unterstützen Sie den Wäschekreislauf durch sogenannte Barriere-Waschmaschinen. Diese zeichnen sich durch beidseitige Türen aus, sodass Sie die saubere Wäsche räumlich auf der gegenüberliegenden Seite entnehmen können. Wenn Sie Waschmaschine kaufen, sollten Sie diesen Aspekt im Auge behalten.
  • Organisatorisch: In den meisten Pflegeeinrichtungen gibt es bereits eine räumliche Trennung für saubere und schmutzige Wäsche. Beim organisatorischen Aspekt berücksichtigen Sie hingegen die Vorgehensweise. Dazu gehört, dass Sie festlegen, ob Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter extra Schürzen oder Handschuhe tragen müssen. Insbesondere wenn Sie infektiöse Wäsche waschen, dienen die organisatorischen Massnahmen dem Schutz der Angestellten. Zusätzliche Hygienemassnahmen für die Reinigung von Oberflächen sind ebenfalls sinnvoll.

Gut zu wissen: Wie funktioniert der Wäscheservice im Hotel? Obwohl sich oftmals ein externer Dienstleister um die Reinigung kümmert, müssen auch Hotels die gängigen Vorschriften einhalten. Dazu gehört, dass Sie den Wäschekreislauf berücksichtigen, selbst wenn ein Teil des Kreislaufs ausgelagert wird.

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Hygienischer Wäschekreislauf mit der sinnerschen Formel

Hygienischer Wäschekreislauf mit der sinnerschen Formel

Der sinnersche Kreis ist ein Teil des Wäschekreislaufs und beschreibt die vier Faktoren, die sich auf die Reinigung auswirken. Abhängig vom Wirkungsmechanismus kann der Reinigungsprozess ein wenig abweichen. Dabei bezieht er sich stets auf die Kernaspekte Temperatur, Chemie, Mechanik und Zeit. Wenn Sie die nachhaltigen Schulthess-Waschmaschinen einsetzen, profitieren Sie beispielsweise von einer längeren Spüldauer und einer geringeren mechanischen Einwirkung. Das liegt nicht zuletzt an den wirkungsvollen Reinigungsmitteln, die den Bedarf an mechanischer Einwirkung reduzieren.

Temperatur

Sie entscheidet, wie schnell sich das Waschpulver auflöst, Keime abgetötet werden und Flecken verschwinden. Deshalb ist die Wassertemperatur wichtig, wenn Sie infektiöse Wäsche waschen möchten. Allerdings müssen Sie stets die zu waschenden Textilien berücksichtigen, da eine zu hohe Temperatur die Struktur beschädigen könnte.

Zeit

Je länger die Spülzeit im Wäschekreislauf ausfällt, desto besser ist auch die Reinigungsleistung.

Chemie

Biologische oder chemische Reiniger lösen den Schmutz aus Ihrer Wäsche. Deshalb sollten Sie bei der Wahl die zu waschenden Textilien berücksichtigen. Wenn Sie beispielsweise infektiöse Wäsche waschen, benötigen Sie andere Waschmittel als bei normaler Arbeitskleidung.

Mechanik

Die mechanische Einwirkung hat im Wäschekreislauf ebenfalls Einfluss auf das Reinigungsergebnis. Das längere Umwälzen kann selbst hartnäckige Flecken entfernen. Gleichzeitig kann sich eine hohe mechanische Einwirkung auch nachteilig auf die Struktur der Textilien auswirken.

Das bedeutet: Die sinnersche Formel ist ein zentraler Faktor für den Wäschekreislauf.

Trocknen, bügeln, verpacken und konfektionieren

Sobald Sie die Wäsche gereinigt haben, ist sie grundsätzlich bereit für die Auslieferung. Doch zuvor gilt es, die Wäsche richtig trocknen zu lassen. Den Trocknungsprozess sollten Sie so schnell wie möglich abschliessen, um das Risiko einer Re-Kontamination zu verhindern. Gegebenenfalls kann eine thermische Desinfektion dem Verpacken vorausgehen.

Gemäss dem Wäschekreislauf geben Sie die saubere Wäsche in separate Wäschebehälter. Idealerweise handelt es sich dabei um mobile Behälter, die sich einfach ein- und ausräumen lassen. Das entlastet das Reinigungspersonal und erleichtert den Prozess, der der Auslieferung folgt.

Hinweis: Um sicherzustellen, dass die Waschmaschinen und Wäschetrockner stets das beste Ergebnis liefern, ist die regelmässige Reinigung der Maschinen unausweichlich.

Die saubere Wäsche zurücktransportieren

Die Kommissionierung selbst ist eine besondere Herausforderung an den Wäschekreislauf. Dabei müssen Sie nicht nur unterschiedliche Textilien vorsortieren, sondern auch die persönliche Wäsche den betreffenden Personen zuordnen. Es ist daher ratsam, individuelle Kleidungsstücke separat zu verpacken.  

Um im Wäschekreislauf die Hygienestandards aufrechtzuerhalten, sollten Sie den Transport sorgfältig planen. Das bedeutet vor allem, dass sich die Routen für saubere und schmutzige Wäsche nicht kreuzen sollten. Da ein gänzlich anderer Weg selten möglich ist, ist eine vorherige Desinfektion sämtlicher Oberflächen empfehlenswert.

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Die Lagerung

Die Lagerung

Der letzte Schritt im Wäschekreislauf ist die Lagerung. Auch sie trägt zur Hygiene bei, egal ob es um Hotels, Wohngruppen oder Krankenhäuser geht. Längere Lagerzeiten in den bereitgestellten Containern erhöhen das Risiko, dass sich Keime vermehren. Deshalb sollten Sie hygienische Materialien auch dann regelmässig reinigen, wenn sie nur selten genutzt werden. Achten Sie bei der Einlagerung zudem auf das FIFO-Prinzip. Diese Abkürzung steht für First In First Out und bezieht sich auf die Lagerung der Wäsche und die darauffolgende Entnahme.